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Tragen & Unterwegs

Reisen mit Baby: Packliste, Flugzeug und Tipps

Packliste zum Abhaken, Regeln für Babynahrung im Handgepäck, Tipps für Flug, Auto und Hitze: So gelingen die ersten Ferien mit deinem Baby.

Von der LIINI RedaktionAktualisiert am 9 Min. Lesezeit22 Quellen

Mutter gibt ihrem Baby im Flugzeug das Fläschchen
Inhalt

Kurz gesagt

Reisen mit Baby klappt gut, wenn du früh planst. Dein Baby braucht einen eigenen Pass oder eine eigene Identitätskarte, und vor dem ersten Flug sprichst du am besten mit deiner Kinderärztin. Milch und Babynahrung darfst du in der Menge, die ihr für die Reise braucht, im Handgepäck mitnehmen und zeigst sie an der Sicherheitskontrolle separat vor. Bei Start und Landung helfen Stillen, das Fläschchen oder ein Schnuller beim Druckausgleich. Und im ersten Lebensjahr gehört dein Baby nicht in die direkte Sonne.

Ob Strand oder Berge: Mit etwas Planung wird das Reisen mit Baby entspannter, als viele denken. Hier findest du eine Packliste für den Urlaub mit Baby zum Abhaken, die Regeln für Babynahrung im Handgepäck, Tipps fürs Fliegen mit Baby und für lange Autofahrten sowie das Wichtigste zu Sonne und Hitze.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Reisen mit Baby?

Ein festes Mindestalter gibt es nicht. Laut der amerikanischen Kinderärztevereinigung AAP ist Fliegen in der Regel ab einem Alter von 7 Tagen unbedenklich. Ideal sei es aber, zu warten, bis das Baby 2 bis 3 Monate alt ist. Ein Grund: Am Flughafen und im Flugzeug kann sich ein Neugeborenes leichter anstecken. Auch der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät, in den ersten Lebenswochen nur in Ausnahmefällen zu fliegen. Bei SWISS brauchen Babys unter 7 Tagen eine ärztliche Bescheinigung, dass sie reisefähig sind.

Sprich vor der Reise mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, besonders bei einem Frühchen oder einer chronischen Erkrankung.

Für die ersten Ferien bewähren sich kurze Anreisen und ein mildes Klima. Eine Ferienwohnung mit Küche macht das Zubereiten von Schoppen und Brei einfacher. Ein Babybett reservierst du am besten schon bei der Buchung.

Packliste fürs Baby im Urlaub

Pack zuerst die Dinge, die du unterwegs nicht nachkaufen kannst: Ausweis, Medikamente und alles, woran sich dein Baby gewöhnt hat. Windeln und Feuchttücher gibt es fast überall.

Packliste auf einen Blick, Reisen mit Baby: Dokumente, Gesundheit, Füttern, Schlafen und Unterwegs mit je vier Dingen zum AbhakenPackliste auf einen BlickReisen mit BabyDokumentePass oder IDVersichertenkarteImpfausweisBuchungsbelegeGesundheitReiseapothekeFieberthermometerSonnenhutMückennetzFütternSchoppen und SaugerMilchpulverFlaschenwärmerSpucktücherSchlafenSchlafsackReisebettKuscheltuchBabyphoneUnterwegsBabytrageBuggyWickelrucksackErsatzkleider

Dokumente

In der Schweiz kannst du für dein Kind ab dem Tag der Geburt einen Pass oder eine Identitätskarte beantragen. Eintragen lassen in deinen Ausweis kannst du es nicht. Dein Baby muss in der Regel persönlich zum Termin ins Passbüro, denn dort wird das Foto gemacht. Die Herstellung dauert danach bis zu 10 Arbeitstage, dazu kommt der Versand. In Deutschland gibt es seit 2024 keinen Kinderreisepass mehr, Kinder brauchen einen Reisepass oder Personalausweis. In Österreich braucht jedes Kind einen eigenen Reisepass.

  • Pass oder Identitätskarte fürs Baby, gültig für das Reiseland
  • Versichertenkarte der Krankenkasse fürs Baby
  • Impfausweis (Impfbüchlein)
  • Ausdruck der IATA-Bestätigung, wenn du einen Flaschenwärmer mit Akku mitnimmst

Gesundheit

  • Reiseapotheke, mit Kinderärztin oder Apotheke abgesprochen
  • Fieberthermometer
  • Kochsalz-Nasentropfen
  • Sonnenhut und leichte, lange Kleidung
  • Sonnenschirm oder Sonnensegel für den Kinderwagen
  • Mückennetz für Bett und Kinderwagen
  • Wund- und Windelcreme

Füttern

  • Babyflaschen (Schoppen) und Sauger
  • Milchpulver, portionsweise abgefüllt
  • Flaschenwärmer für unterwegs mit Ladekabel und Adapter
  • Stilltuch und Spucktücher (Nuscheli)
  • Lätzchen, Löffel und Gläschen, wenn dein Baby schon Brei isst
  • Flaschenbürste und Reinigungstücher für Babyprodukte

Schlafen

  • Schlafsack, passend zur Temperatur am Ferienort
  • Reisebett, falls die Unterkunft keines hat
  • Vertrautes Kuscheltuch und Schnuller
  • Babyphone

Unterwegs und Kleidung

  • Babytrage und ein faltbarer Buggy
  • Wickelrucksack mit Windeln, Feuchttüchern und Wickelunterlage
  • Ersatzkleider für dein Baby und ein Shirt für dich im Handgepäck
  • Bodys, Pyjamas und ein Jäckchen für kühle Abende
  • Schwimmwindeln und Badekleid
  • Eine kleine Tube Waschmittel für Handwäsche
  • Lieblingsspielzeug und Beissring

Was in die Tasche für den Tag gehört, zeigt die Checkliste für die Wickeltasche. Wie dein Baby am Ferienort Brei bekommt, liest du in Brei unterwegs warm machen.

Fliegen mit Baby: Handgepäck, Druckausgleich und Gate

Babynahrung im Handgepäck: Das gilt

In der EU gilt: Flüssigkeiten im Handgepäck müssen in Behältern mit höchstens 100 ml in einem durchsichtigen Beutel mit maximal 1 Liter stecken. Babynahrung und Medikamente sind davon ausgenommen. Laut SWISS dürfen Eltern Milch und flüssige Babynahrung ausserhalb des Beutels und auch in grösseren Mengen mitnehmen, so viel, wie ihr für die Dauer des Fluges braucht. An der Sicherheitskontrolle zeigst du sie separat vor.

Babynahrung im Handgepäck: Milch und Babynahrung sind in der Menge für den Flug erlaubt und werden separat gezeigt; Thermosflaschen ab Zürich nur leer; bei Rückflug und Umsteigen gelten andere RegelnBabynahrung im HandgepäckDas gilt an der SicherheitskontrolleMilch und BabynahrungErlaubt, so viel ihr für den Flug braucht.An der Kontrolle separat zeigen.ThermosflascheAb Zürich nur leer erlaubt.Heisses Wasser nach der Kontrolle holen.Rückflug und UmsteigenAndere Flughäfen, andere Regeln.Vor der Reise nachsehen.

Am Flughafen Zürich gelten seit dem 26. Juni 2026 neue Regeln: Wer seine Reise in Zürich beginnt, darf Flüssigkeiten in Behältern bis 2 Liter im Handgepäck mitnehmen, ohne Beutel. Für Umsteigende gilt weiterhin die 100-ml-Regel, und andere Flughäfen können strengere Regeln haben. Denk deshalb auch an den Rückflug.

Achtung

Thermosflaschen und andere doppelwandige Behälter müssen in Zürich leer durch die Sicherheitskontrolle. Heisses Wasser für den Schoppen bekommst du danach: Laut Flughafen Zürich füllt der Family Service Thermosflaschen mit abgekochtem Wasser kostenlos auf, und auch viele Restaurants geben heisses Wasser ab.

Milchpulver ist keine Flüssigkeit. Füll es portionsweise ab, dann musst du im Flugzeug nur noch Wasser zugeben. Den LIINI® 4.0 PRO Flaschenwärmer darfst du laut LIINI auf allen Flügen im Handgepäck mitnehmen. Druck die IATA-Bestätigung aus, die LIINI dafür bereitstellt. Powerbanks und Ersatzakkus dürfen nur ins Handgepäck, am Flughafen Zürich höchstens zwei Powerbanks mit je bis zu 100 Wh. Bei SWISS dürfen Powerbanks seit Januar 2026 an Bord keine anderen Geräte mehr laden. Lade den Flaschenwärmer deshalb vor dem Abflug voll.

Wie du Muttermilch oder Pre-Nahrung unterwegs sicher erwärmst, erklärt der Ratgeber Milch unterwegs warm machen.

Druckausgleich bei Start und Landung

Beim Steigen und Sinken ändert sich der Luftdruck in der Kabine. Viele Babys spüren das in den Ohren. Saugen und Schlucken helfen beim Druckausgleich. Leg dein Baby deshalb bei Start und Landung an, gib ihm das Fläschchen oder den Schnuller. Das empfehlen die AAP und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Der Sinkflug beginnt oft lange vor dem Aufsetzen. Frag die Crew, wann es so weit ist.

Biete deinem Baby während des Fluges regelmässig die Brust oder das Fläschchen an. Ist dein Baby stark erkältet oder hatte es kürzlich eine Mittelohrentzündung, kläre vor dem Flug mit der Kinderärztin, ob es fliegen darf.

Sitzplatz, Kinderwagen und Babytrage am Gate

Bei SWISS sitzen Babys bis zum 2. Geburtstag mit einem speziellen Babygurt auf dem Schoss eines Erwachsenen. Buchst du einen eigenen Sitzplatz, darfst du einen für Flugreisen zertifizierten Kindersitz mitnehmen. Laut AAP ist das die sicherste Lösung.

Einen grossen Kinderwagen gibst du beim Check-in auf. Einen faltbaren Buggy oder eine Rückentrage kannst du an den meisten Flughäfen bis kurz vor dem Einsteigen behalten. Nach der Landung bekommst du beides direkt zurück. Mit einer Babytrage hast du am Flughafen die Hände frei. Bei Start und Landung sitzt dein Baby aber angegurtet auf deinem Schoss.

Mit dem Auto in die Ferien

In der Schweiz fahren Kinder in einem passenden Kindersitz, bis sie 12 Jahre alt oder 150 cm gross sind, je nachdem, was zuerst eintritt. Die bfu empfiehlt, die Babyschale immer rückwärts gerichtet einzubauen, am besten auf dem Rücksitz. Steht sie vorne, muss der Beifahrer-Airbag ausgeschaltet sein. Ein zugelassener Sitz trägt das orange Prüflabel ECE R44/03, R44/04 oder R129. Für ein Mietauto nimmst du am besten deinen eigenen Sitz mit.

Babys sollen nicht stundenlang in der Babyschale sitzen. Die britische Stiftung Lullaby Trust empfiehlt auf langen Strecken regelmässige Pausen, in denen du dein Baby aus der Schale nimmst und sich strecken lässt. Lange Fahrten mit Neugeborenen und Frühgeborenen vermeidest du besser. Am Ziel legst du dein Baby zum Schlafen auf eine flache, feste Unterlage, nicht in die Schale. Sitzt du allein vorne, hilft ein Spiegel, damit du dein Baby im Blick hast.

Tipp

Fahr los, wenn dein Baby normalerweise schläft, und plane die Pausen so, dass ihr in Ruhe stillen oder den Schoppen geben könnt.

Sonne und Hitze: So schützt du dein Baby

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sollte ein Kind in den ersten zwölf Lebensmonaten gar keiner direkten Sonne ausgesetzt sein. Auch die Krebsliga Schweiz rät, mit Babys die direkte Sonne zu meiden und besonders die Mittagszeit im Haus oder im Schatten zu verbringen. Auf Sonnencreme verzichtest du im ersten Lebensjahr möglichst. Der beste Sonnenschutz ist Schatten.

  • Kleidung: leichte, helle Baumwolle und eine Kopfbedeckung, die auch den Nacken schützt.
  • Tageszeit: Bei grosser Hitze bleibt ihr zwischen 10 und 17 Uhr möglichst an kühlen Orten.
  • Trinken: Gestillte Babys legst du bei Hitze häufiger an, Flaschenkindern bietest du das Fläschchen öfter an.
  • Kinderwagen: Deck ihn nicht mit einem trockenen Tuch ab. Darunter staut sich die Wärme, und es wird heisser als draussen. Nutze das Verdeck oder einen Sonnenschirm.
  • Anzeichen von Überhitzung: starkes Schwitzen, ein gerötetes Gesicht oder trockene Lippen. Bring dein Baby dann sofort an einen kühlen, schattigen Ort. Wirkt es schlapp oder trinkt es schlecht, ruf die Kinderärztin an.

Achtung

Lass dein Kind nie allein im Auto, auch nicht für ein paar Minuten. Das Auto heizt sich in der Sonne sehr schnell auf. Es besteht Lebensgefahr.

Häufige Fragen

Ab wann darf ein Baby fliegen?

Laut der amerikanischen Kinderärztevereinigung AAP ist Fliegen in der Regel ab einem Alter von 7 Tagen unbedenklich, ideal ist es aber, bis 2 bis 3 Monate zu warten. Sprich vor dem ersten Flug mit deiner Kinderärztin.

Braucht mein Baby einen eigenen Pass?

Ja. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich braucht jedes Kind einen eigenen Ausweis, auch ein Neugeborenes. Beantrage ihn früh: In der Schweiz und in Österreich muss dein Baby persönlich zum Termin, und die Herstellung dauert einige Tage.

Wie viel Babynahrung darf ich im Handgepäck mitnehmen?

So viel, wie ihr für die Dauer des Fluges braucht. Milch und flüssige Babynahrung sind von der 100-ml-Regel ausgenommen und müssen nicht in den Beutel. Zeig sie an der Sicherheitskontrolle separat vor.

Was hilft meinem Baby gegen Ohrenschmerzen beim Fliegen?

Saugen und Schlucken helfen beim Druckausgleich. Stille dein Baby bei Start und Landung, gib ihm das Fläschchen oder einen Schnuller. Ist es erkältet oder hatte es eine Ohrentzündung, frag vor dem Flug die Kinderärztin.

Braucht mein Baby im Flugzeug einen eigenen Sitzplatz?

Nein, Babys unter 2 Jahren dürfen mit einem speziellen Babygurt auf dem Schoss mitfliegen. Am sichersten ist laut AAP aber ein eigener Sitzplatz mit einem für Flugreisen zertifizierten Kindersitz.

Darf ich Milchpulver aus den Ferien zurück in die Schweiz bringen?

Aus der EU darfst du Lebensmittel für den Eigengebrauch mitbringen, es gelten die Zollbestimmungen. Aus anderen Ländern erlaubt das BLV Säuglingsmilchpulver bis 2 kg pro Person, wenn es ein ungeöffnetes Markenprodukt ist, das bei Raumtemperatur haltbar ist. Eine angebrochene Packung, die ihr gerade braucht, darf ebenfalls mit.

Quellen

  1. Pass und Identitätskarte bestellen, ch.ch (Bund und Kantone)
  2. Pass mit oder ohne Identitätskarte beantragen, Kanton Zürich
  3. Reisepässe und Personalausweise, Auswärtiges Amt
  4. Reisepass für Minderjährige, Stadt Wien
  5. Flying With Baby: Parent FAQs & Tips, American Academy of Pediatrics (HealthyChildren.org)
  6. Kinderärzte raten von Flugreisen mit Neugeborenen ab, Deutsches Ärzteblatt
  7. Allgemeine Informationen: Reisen mit Kindern, SWISS
  8. Mit Kindern am Flughafen, SWISS
  9. Häufige Fragen: Reisen mit Kindern, SWISS
  10. SWISS introduces new rules for power banks on board, SWISS Newsroom
  11. Gepäckbeschränkungen, Your Europe, Europäische Union
  12. Security check, Flughafen Zürich
  13. Zurich Airport: Liquid limit to be increased for local passengers from Friday, Flughafen Zürich
  14. What is allowed in your baggage, Flughafen Zürich
  15. Scanner am Flughafen Zürich kommen bei Thermosflaschen an ihre Grenzen, watson.ch (mit Stellungnahme des Flughafens Zürich)
  16. Lebensmittel im privaten Reiseverkehr, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  17. Kindersitz: Kinder im Auto richtig sichern, BFU Beratungsstelle für Unfallverhütung
  18. Car seats, The Lullaby Trust
  19. Kinder vor Sonne schützen, kindergesundheit-info.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  20. Kinder bei Hitze schützen, kindergesundheit-info.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  21. Sonnenschutz für Kinder, Krebsliga Schweiz
  22. Sonnenschutz: Abdeckung des Kinderwagens sinnvoll?, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
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