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Breirezepte

Fenchelbrei mit Birne fürs Baby: einfaches Rezept

Fenchelbrei mit Birne fürs Baby: eine frische Portion Schritt für Schritt, mit Video. Dazu: ab wann Fenchel passt, Birne dünsten und warum du den Brei nicht aufwärmst.

Von der LIINI RedaktionAktualisiert am 6 Min. Lesezeit6 Quellen

Fenchel-Birnen-Brei
Inhalt

Kurz gesagt

Für diesen Fenchelbrei fürs Baby kochst du Fenchel und eine Kartoffel etwa 15 Minuten weich, dünstest die Birne kurz mit und pürierst alles mit etwas Rapsöl. Fenchel ist nitratreich: Ab dem Beikoststart darf er ab und zu in den Brei, ab dem 7. Monat ist er laut BLV weniger problematisch. Gib den Brei direkt nach dem Kochen, halte ihn nicht warm und wärme ihn nicht wieder auf. Darum kochst du nur 1 Portion.

Fenchel bringt eine feine Anisnote in den Babybrei, die reife Birne macht ihn mild. Dieses Rezept für Fenchelbrei fürs Baby folgt den Grundrezepten der Fachstellen: Gemüse, Kartoffel und Rapsöl wie beim BLV, dazu etwas Obst wie bei Gesund ins Leben.

Rezept: Fenchel-Birnen-Brei

  • Alter: am besten ab dem 7. Monat
  • Menge: 1 Portion
  • Vorbereitung: 10 Minuten
  • Kochzeit: 20 Minuten
  • Einfrieren: nicht geeignet, frisch essen

Zutaten für 1 Portion

  • 100 g Fenchel (½ kleine Knolle), wenn möglich Bio
  • 50 g Kartoffel (1 kleine, mehligkochend), als Ergänzung zum Video
  • 50 g reife Birne (½ kleine Birne)
  • 1–2 TL Rapsöl (5–10 ml)
  • 300 ml Wasser zum Garen (wird weggegossen)
  • 3–4 EL frisches Wasser zum Pürieren (45–60 ml)

Zubereitung

  1. Rüsten Wasch dir die Hände. Wasch Fenchel und Birne kurz, aber gründlich unter fliessendem Wasser. Schneide Strunk und harte Aussenblätter vom Fenchel weg, den Rest in feine Streifen. Schäl Kartoffel und Birne, entkern die Birne und schneide beides in kleine Stücke.
  2. Garen Bring 300 ml Wasser in einer kleinen Pfanne (Kochtopf) zum Kochen. Gib Fenchel und Kartoffel hinein und koch beides zugedeckt etwa 15 Minuten weich.
  3. Birne dünsten Gib die Birnenstücke für die letzten 5 Minuten dazu, bis sie weich sind.
  4. Kochwasser weggiessen Giess alles ab und verwende das Kochwasser nicht weiter. Das rät das BLV bei nitratreichem Gemüse.
  5. Pürieren Püriere Fenchel, Kartoffel und Birne mit 3–4 EL frischem Wasser fein.
  6. Öl unterrühren und gleich füttern Rühr das Rapsöl unter, lass den Brei kurz abkühlen und prüf die Temperatur mit einem eigenen Löffel. Füttere sofort und wirf Reste weg.
Das Video zeigt die Zubereitung. Mengen und Schritte im Rezept oben richten sich nach den Empfehlungen der Fachstellen. Beim Abspielen lädt YouTube das Video und setzt eigene Cookies.

Ab wann passt Fenchelbrei fürs Baby? Alter und Konsistenz

Mit Beikost beginnst du laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) frühestens anfangs des 5. und spätestens anfangs des 7. Monats. Wann dein Baby so weit ist, erklärt der Ratgeber Beikost: ab wann und wie starten.

Fenchel gehört laut BLV wie Kohlrabi, Randen (Rote Bete), Spinat und Krautstiele (Mangold) zu den nitratreichen Gemüsen. Aus Nitrat kann Nitrit entstehen, das beim Säugling die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen kann, besonders in den ersten Lebensmonaten. Startest du im 5. oder 6. Monat, eignen sich für die ersten Löffel nitratarme Gemüse wie Rüebli (Karotten), Kürbis oder Brokkoli besser, etwa im Karottenbrei mit Apfel. Ab und zu spricht laut BLV nichts gegen Fenchel, ab dem 7. Monat ist er weniger problematisch.

Konsistenz: Zu Beginn pürierst du den Brei fein, mit zunehmendem Alter darf er laut BLV gröber sein. «Richtig essen von Anfang an» aus Österreich nennt für 6 bis 9 Monate grob Püriertes, für 9 bis 12 Monate geschnittenes oder gehacktes Gemüse und Obst. Weiche Fenchelstreifen und Birnenstücke sind laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) frühestens ab dem 7. Monat als Fingerfood möglich, ebenfalls frisch gekocht.

Fenchel fürs Baby zubereiten: Tipps und Varianten

  • Gut einkaufen: Bio-Gemüse enthält laut BLV weniger Nitrat als konventionelles, Gemüse aus dem Treibhaus mehr als saisonales aus dem Freiland. Lagere den Fenchel kurz, kühl und dunkel und koch ihn bald.
  • Reife Birne wählen: Sie gibt auf leichten Druck nach und ist süss genug, Zucker brauchst du nicht. Salz, Bouillon und Gewürze lässt du laut BLV weg.
  • Klein anfangen: Isst dein Baby erst ein paar Löffel, koch die halbe Menge. Aufheben kannst du den Rest nicht.

Varianten:

  • Mit Fleisch oder Fisch: Koch 10 g mageres Fleisch (etwa 2 TL) klein geschnitten mit, laut BLV und SGE spätestens ab dem 7. Monat. Ab dem 9. bis 10. Monat nennt die SGE 20 g. Statt Fleisch passt laut BLV die gleiche Menge Lachsfilet ohne Gräten. Fleisch und Fisch müssen ganz durchgegart sein.
  • Mit Getreide statt Kartoffel: Die 50 g Kartoffel ersetzt du laut BLV durch 10–15 g Reis, Teigwaren oder Griess (Trockengewicht).
  • Mit Apfel: Statt Birne passen auch 50 g Apfel, mitgedünstet oder roh fein gerieben. Geriebener Apfel gehört laut SGE ebenfalls zu den ersten Früchten.

Frisch essen: nicht aufbewahren, nicht einfrieren

Fenchelbrei ist kein Brei für den Vorrat: Nitratreiches Gemüse isst dein Baby laut BLV direkt nach der Zubereitung. Du hältst den Brei nicht warm und wärmst ihn nicht wieder auf, damit sich möglichst wenig Nitrit bildet.

Achtung

Fenchelbrei deshalb nicht für später in den Kühlschrank stellen, nicht einfrieren und nicht im Breiwärmer oder Thermobehälter mitnehmen, denn all das hiesse später wieder aufwärmen. Koch ihn erst, wenn dein Baby wach ist und Hunger hat.

Für Ausflüge kochst du besser einen Brei mit nitratarmem Gemüse, etwa Kürbisbrei mit Reis. Den kühlst du rasch ab, nimmst ihn gekühlt mit und wärmst ihn vor Ort einmal auf, siehe Brei unterwegs warm machen. Vorkochen und Einfrieren für andere Breie erklärt Babybrei selber machen.

Häufige Fragen

Ab wann darf mein Baby Fenchel essen?

Ab dem Beikoststart darf Fenchel ab und zu in den Brei, also frühestens ab Beginn des 5. Monats. Weil Fenchel viel Nitrat enthält, eignet sich für die ersten Löffel laut BLV nitratarmes Gemüse wie Rüebli oder Kürbis besser. Ab dem 7. Monat ist Fenchel laut BLV weniger problematisch.

Ab wann darf mein Baby Birne essen, und muss ich sie dünsten?

Birne passt schon zum Beikoststart: Die SGE nennt geriebene Birne als Beispiel für die ersten Früchte. Eine sehr reife Birne kannst du roh fein reiben. Gedünstet wird sie weicher und lässt sich noch feiner pürieren, dafür reichen wenige Minuten in wenig Wasser.

Kann ich Fenchelbrei einfrieren oder aufwärmen?

Nein. Brei mit nitratreichem Gemüse wie Fenchel gibst du laut BLV direkt nach der Zubereitung, hältst ihn nicht warm und wärmst ihn nicht wieder auf. Einfrieren ergibt deshalb keinen Sinn, denn aufgetauter Brei müsste erwärmt werden.

Wie bereite ich Fenchel fürs Baby zu?

Schneide Strunk und harte Aussenblätter weg, schneide die Knolle in feine Streifen und koch sie in Wasser etwa 15 Minuten weich. Das Kochwasser giesst du laut BLV weg und pürierst mit frischem Wasser. Salz, Bouillon und Gewürze brauchst du nicht.

Darf ich Fenchelbrei unterwegs im Breiwärmer warm machen?

Nein. Dafür müsstest du den Brei vorkochen und später wieder aufwärmen, wovon das BLV bei nitratreichem Gemüse abrät. Nimm für unterwegs lieber einen Brei mit Kürbis oder Rüebli gekühlt mit und wärm ihn einmal auf.

Quellen

  1. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Häufige Fragen, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  2. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Rezepte, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  3. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Beikost, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  4. Merkblatt Ernährung des Säuglings im ersten Lebensjahr (2024, PDF), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE
  5. Beikost, Richtig essen von Anfang an (AGES, Sozialministerium, Dachverband der Sozialversicherungsträger)
  6. Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei, Netzwerk Gesund ins Leben
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