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Breirezepte

Randenbrei (Rote-Beete-Brei) mit Dinkel fürs Baby

Randenbrei mit Dinkel fürs Baby: eine frische Portion Schritt für Schritt, mit Video. Dazu: ab wann Rote Beete passt, Gluten im Dinkel, Nitrat und roter Stuhl.

Von der LIINI RedaktionAktualisiert am 6 Min. Lesezeit11 Quellen

Randen-Dinkel-Brei
Inhalt

Kurz gesagt

Für diesen Randenbrei kochst du 100 g Randen (Rote Beete) etwa 20 Minuten weich, giesst das Kochwasser weg und pürierst sie mit gekochtem Dinkelgriess und Rapsöl. Rote Beete ist nitratreich: Ab dem Beikoststart passt sie ab und zu, ab dem 7. Monat ist sie laut BLV weniger problematisch. Gib den Brei frisch, halte ihn nicht warm und wärme ihn nicht wieder auf. Dinkel enthält Gluten.

Randen, in Deutschland Rote Bete oder Rote Beete genannt, färben den Brei leuchtend rot und schmecken leicht süsslich. Mit Dinkelgriess wird daraus ein Gemüse-Getreide-Brei nach dem Grundrezept des BLV: ein einfaches Rezept für Rote Beete fürs Baby.

Rezept: Randen-Dinkel-Brei

  • Alter: am besten ab dem 7. Monat
  • Menge: 1 Portion
  • Vorbereitung: 10 Minuten
  • Kochzeit: 25 Minuten
  • Einfrieren: nicht geeignet, frisch essen

Zutaten für 1 Portion

  • 100 g rohe Randen (1 kleine Rande), wenn möglich Bio
  • 10–15 g Dinkelgriess (1–1½ EL)
  • 80 ml Wasser für den Griess (gut 5 EL)
  • 1–2 TL Rapsöl (5–10 ml)
  • 300 ml Wasser zum Garen der Randen (wird weggegossen)

Zubereitung

  1. Rüsten Wasch dir die Hände. Wasch die Rande unter fliessendem Wasser, schäl sie, am besten mit Handschuhen, denn der Saft färbt stark. Schneide sie in Würfel von etwa 1 cm.
  2. Randen garen Bring 300 ml Wasser in einer kleinen Pfanne (Kochtopf) zum Kochen. Koch die Würfel zugedeckt etwa 20 Minuten weich.
  3. Griess kochen Bring in einer zweiten Pfanne 80 ml frisches Wasser zum Kochen. Rühr den Dinkelgriess ein und lass ihn unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln, bis er weich ist.
  4. Kochwasser weggiessen Giess die Randen ab. Das Kochwasser verwendest du laut BLV bei nitratreichem Gemüse nicht weiter.
  5. Pürieren Gib die Randen zum Griessbrei und püriere alles fein. Ist der Brei zu fest, rühr 1–2 EL frisches Wasser ein.
  6. Öl unterrühren und gleich füttern Rühr das Rapsöl unter, lass den Brei kurz abkühlen und prüf die Temperatur mit einem eigenen Löffel. Füttere sofort und wirf Reste weg.
Das Video zeigt die Zubereitung. Mengen und Schritte im Rezept oben richten sich nach den Empfehlungen der Fachstellen. Beim Abspielen lädt YouTube das Video und setzt eigene Cookies.

Ab wann darf dein Baby Rote Beete essen? Alter und Konsistenz

Mit Beikost beginnst du laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) frühestens anfangs des 5. und spätestens anfangs des 7. Monats. Die Reifezeichen erklärt der Ratgeber Beikost: ab wann und wie starten.

Nitrat: Randen gehören laut BLV wie Fenchel, Kohlrabi, Spinat und Krautstiele (Mangold) zu den nitratreichen Gemüsen. Aus Nitrat kann Nitrit entstehen, das beim Säugling die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen kann, besonders in den ersten Lebensmonaten. Startest du im 5. oder 6. Monat, eignen sich für die ersten Löffel nitratarme Gemüse wie Rüebli (Karotten), Kürbis oder Brokkoli besser, etwa im Kürbisbrei mit Reis. Ab und zu spricht laut BLV nichts gegen Randen, ab dem 7. Monat sind sie weniger problematisch.

Gluten: Dinkel ist laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Weizenart und enthält Gluten. Hinauszögern musst du Gluten nicht: Pädiatrie Schweiz empfiehlt, glutenhaltiges Getreide mit der Beikost zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat einzuführen. Gibt es in eurer Familie Zöliakie, besprich den Start mit deiner Kinderärztin.

Konsistenz: Zu Beginn pürierst du fein, mit zunehmendem Alter darf der Brei laut BLV gröber sein. «Richtig essen von Anfang an» aus Österreich nennt für 6 bis 9 Monate grob Püriertes, für 9 bis 12 Monate gewürfeltes oder gehacktes Gemüse. Weich gekochte Randenwürfel sind laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) frühestens ab dem 7. Monat als Fingerfood möglich, ebenfalls frisch.

Tipps und Varianten für Randenbrei

  • Gut einkaufen: Bio-Gemüse enthält laut BLV weniger Nitrat als konventionelles, Treibhausgemüse mehr als saisonales aus dem Freiland. Lagere die Randen kurz, kühl und dunkel.
  • Ohne Zusätze: Salz, Bouillon und Gewürze lässt du laut BLV weg.
  • Klein anfangen: Isst dein Baby erst ein paar Löffel, koch die halbe Menge.

Gut zu wissen

Nach Randen kann der Stuhl deines Babys laut dem deutschen Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rötlich werden, der Urin laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS rosa. Ist der Stuhl rot, ohne dass dein Baby Randen gegessen hat, oder bist du unsicher, frag deine Kinderärztin.

Varianten:

  • Glutenfrei: Statt Dinkelgriess nimmst du Hirse- oder Maisgriess. Hirse, Mais und Reis sind laut IG Zöliakie glutenfrei. Für streng glutenfreie Kost wählst du als glutenfrei gekennzeichnete Produkte.
  • Mit Kartoffel statt Griess: Die 10–15 g Griess entsprechen laut BLV 50 g Kartoffeln. Koch die Kartoffelwürfel mit den Randen mit und püriere mit 3–4 EL frischem Wasser.
  • Mit Fleisch oder Fisch: Koch 10 g mageres Fleisch (etwa 2 TL) klein geschnitten mit, laut BLV und SGE spätestens ab dem 7. Monat, ab dem 9. bis 10. Monat laut SGE 20 g. Oder nimm laut BLV die gleiche Menge Lachsfilet ohne Gräten. Ganz durchgaren.
  • Mit Apfel: Rühr 3–4 EL Apfelpüree oder fein geriebenen Apfel unter. Gesund ins Leben gibt Obstsaft oder Obstpüree in den vegetarischen Brei, denn mehr Obstsaft steigert die Aufnahme von Eisen aus Getreide und Gemüse.

Frisch essen: nicht aufbewahren, nicht einfrieren

Randenbrei kochst du nicht auf Vorrat: Nitratreiches Gemüse isst dein Baby laut BLV direkt nach der Zubereitung, ohne Warmhalten und ohne Wiederaufwärmen.

Achtung

Randenbrei deshalb nicht für später in den Kühlschrank stellen, nicht einfrieren und nicht im Breiwärmer oder Thermobehälter mitnehmen, denn all das hiesse später wieder aufwärmen. Koch ihn erst, wenn dein Baby wach ist und Hunger hat.

Für Ausflüge eignet sich ein Brei mit nitratarmem Gemüse, zum Beispiel Karottenbrei mit Apfel. Den kühlst du rasch ab, nimmst ihn gekühlt mit und wärmst ihn vor Ort einmal auf, siehe Brei unterwegs warm machen. Vorkochen und Einfrieren für andere Breie findest du unter Babybrei selber machen.

Häufige Fragen

Ab wann darf mein Baby Rote Beete essen?

Ab dem Beikoststart darf Rote Beete ab und zu in den Brei, also frühestens ab Beginn des 5. Monats. Weil Randen viel Nitrat enthalten, eignen sich für die ersten Löffel laut BLV nitratarme Gemüse wie Rüebli oder Kürbis besser. Ab dem 7. Monat sind Randen laut BLV weniger problematisch.

Enthält Dinkel Gluten?

Ja. Dinkel ist laut BfR eine Weizenart und enthält Gluten. Pädiatrie Schweiz empfiehlt, glutenhaltiges Getreide zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat einzuführen. Muss dein Kind glutenfrei essen, nimmst du Hirse- oder Maisgriess.

Warum ist der Stuhl nach Randen rot?

Der Farbstoff der Randen kann den Stuhl rötlich und den Urin rosa färben. Das beschreiben das BIÖG und der britische Gesundheitsdienst NHS. Hat dein Baby keine Randen gegessen oder bist du unsicher, lass es von deiner Kinderärztin abklären.

Kann ich Randenbrei einfrieren oder aufwärmen?

Nein. Brei mit nitratreichem Gemüse wie Randen gibst du laut BLV direkt nach der Zubereitung, hältst ihn nicht warm und wärmst ihn nicht wieder auf. Einfrieren ergibt deshalb keinen Sinn, denn aufgetauter Brei müsste erwärmt werden.

Quellen

  1. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Häufige Fragen, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  2. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Rezepte, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  3. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder: Beikost, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
  4. Empfehlungen für die Säuglingsernährung (2017, PDF), Ernährungskommission Pädiatrie Schweiz
  5. Auch Dinkel kann Allergien auslösen (Stellungnahme Nr. 001/2023, PDF), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
  6. Zöliakie von A–Z, IG Zöliakie
  7. Verdauung des Babys, kindergesundheit-info.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
  8. Blood in urine, NHS
  9. Merkblatt Ernährung des Säuglings im ersten Lebensjahr (2024, PDF), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE
  10. Beikost, Richtig essen von Anfang an (AGES, Sozialministerium, Dachverband der Sozialversicherungsträger)
  11. Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei, Netzwerk Gesund ins Leben
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